Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) 2026: Die existenzielle Absicherung
Die Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) schützt Ihre wichtigste Einnahmequelle: Ihre eigene Arbeitskraft. Wenn Sie Ihren aktuellen Beruf aufgrund von Krankheit, Unfall oder Kräfteverfall dauerhaft (meist definiert als mindestens 6 Monate) zu mindestens 50 % nicht mehr ausüben können, zahlt die Versicherung die vereinbarte monatliche BU-Rente aus.
Die staatliche Erwerbsminderungsrente reicht nicht aus
Ein weit verbreiteter Irrtum ist der Glaube an ein staatliches Sicherheitsnetz. Die gesetzliche Rentenversicherung zahlt bei gesundheitlichen Einschränkungen lediglich eine Erwerbsminderungsrente (EMR). Diese prüft jedoch nicht, ob Sie Ihren *erlernten* Beruf noch ausüben können, sondern verweist auf den allgemeinen Arbeitsmarkt:
- Weniger als 3 Stunden täglich arbeitsfähig: Volle Erwerbsminderungsrente (ca. 34 % des letzten Bruttoeinkommens).
- 3 bis unter 6 Stunden täglich arbeitsfähig: Halbe Erwerbsminderungsrente (ca. 17 % des Bruttoeinkommens).
- Mehr als 6 Stunden täglich arbeitsfähig: Kein staatlicher Anspruch auf Rente, Sie müssen arbeiten (z.B. in einer Hilfstätigkeit).
Die Lücke zwischen Ihrem gewohnten Nettoverdienst und der vollen EMR ist die sogenannte Versorgungslücke. Sie beträgt im Durchschnitt über 50 % des Nettoeinkommens.
Wie viel BU-Rente sollte man versichern?
Als Faustregel gilt: Versichern Sie mindestens 75 % bis 80 % Ihres aktuellen Nettogehaltes. Geringere Summen bergen das Risiko, im Ernstfall auf staatliche Grundsicherung angewiesen zu sein, wodurch die BU-Rente faktisch mit den Sozialleistungen verrechnet würde.