CO2-Fußabdruck berechnen – Grundlagen und Methodik
Der persönliche CO2-Fußabdruck misst die Menge an Treibhausgasemissionen, die direkt oder indirekt durch eine Person verursacht werden – ausgedrückt in Tonnen CO2-Äquivalent (CO2-Äq.) pro Jahr. CO2-Äquivalent fasst dabei alle Treibhausgase (CO2, Methan, Lachgas) in eine vergleichbare Einheit um, gewichtet nach ihrem Treibhauswirkungspotenzial (GWP).
Die größten Stellschrauben im Überblick
Heizung: Das Heizen ist für die meisten deutschen Haushalte der größte Emissionsposten im direkten Bereich. Der Umstieg von einer Gasheizung auf eine elektrische Wärmepumpe kann die Heizungsemissionen um 50–70% senken – vorausgesetzt, der Strom stammt aus dem deutschen Netz (Emissionsfaktor ca. 380 g/kWh) oder aus erneuerbaren Quellen. Mit Ökostromtarif sinkt der Emissionsfaktor auf nahezu 0.
Mobilität: Ein Benziner der Mittelklasse emittiert ca. 150 g CO2/km. Ein Elektroauto emittiert mit deutschem Strommix ca. 60–80 g CO2/km; mit Ökostrom nahezu null. Der Verzicht auf ein eigenes Auto und die Nutzung von Bahn und Fahrrad kann diesen Sektor nahezu eliminieren.
Ernährung: Rinder- und Milchwirtschaft sind die emissionsintensivsten Lebensmittelkategorien. Eine pflanzenbasierte Ernährung kann die Ernährungsemissionen um 50–70% reduzieren.