Was ist das Mutterschaftsgeld und wer erhält es?
Das Mutterschaftsgeld ist eine Entgeltersatzleistung in Deutschland, die erwerbstätigen Frauen während der gesetzlichen Schutzfristen vor und nach der Entbindung (Mutterschutz) ein stabiles Einkommen sichern soll. Es wird von den gesetzlichen Krankenkassen oder dem Bundesamt für Soziale Sicherung ausgezahlt.
Zusammenspiel von Krankenkasse und Arbeitgeber
Für gesetzlich versicherte Arbeitnehmerinnen setzt sich die Zahlung aus zwei Teilen zusammen. Die Krankenkasse zahlt bis zu 13 € pro Kalendertag. Liegt Ihr tägliches Netto-Einkommen (ermittelt aus den letzten drei vollen Kalendermonaten vor Beginn der Schutzfrist) über 13 €, ist der Arbeitgeber gesetzlich verpflichtet, die Differenz als Arbeitgeberzuschuss auszuzahlen. So erhalten Sie während des Mutterschutzes 100% Ihres gewohnten Nettolohns.
Regelungen fĂĽr Privatversicherte und Minijobs
Frauen, die privat krankenversichert sind oder in einem Minijob arbeiten, erhalten kein tägliches Mutterschaftsgeld der Krankenkasse. Sie können stattdessen ein einmaliges Mutterschaftsgeld von bis zu 210 € beim Bundesamt für Soziale Sicherung (BAS) beantragen. Für privat versicherte Angestellte zahlt der Arbeitgeber dennoch den regulären Zuschuss (als wäre die Frau gesetzlich versichert).